Zur Programmgestaltung dieser Tagung
Das Leitthema der Tagung – #Wissenschaft #Kommunikation #Demokratie – war für das Organisationsteam zugleich Anspruch und Leitlinie, die Tagung aus diesen drei Perspektiven heraus zu konzipieren.
Anstelle der Trennung zwischen themengebundenen Panels und thematisch offenen Panels wurden alle angenommenen Einzeleinreichungen in gemeinsamen Panels zusammengeführt, um sowohl inhaltliche Überschneidungen zu machen als auch Dialoge über formale Einreichungskategorien hinweg zu ermöglichen.
Zur inhaltlichen Orientierung sind sämtliche Panels, inklusive der aufgenommenen Panel-Einreichungen, Sonderformate sowie der beiden Poster-Präsentationen, im Tagungsprogramm mit den Hashtags #Wissenschaft, #Kommunikation oder #Demokratie versehen. Diese Zuordnung dient zum einen der thematischen Navigation im Gesamtprogramm, zum anderen sind die Hashtags ausdrücklich als diskursive Marker gedacht: Sie können Anknüpfungspunkte für die Diskussion über einzelne Vorträge, Panels und Formate hinaus schaffen und dazu einladen, gemeinsame Fragestellungen, Spannungsverhältnisse und Perspektiven im Zusammenspiel von Wissenschaft, Kommunikation und Demokratie sichtbar zu machen.
Nicht zuletzt versteht sich diese Struktur als Experiment: Sie soll zur Diskussion darüber anregen, wie zukünftige Tagungsformate thematische Offenheit, programmatische Fokussierung und interdisziplinären Austausch produktiv miteinander verbinden können.
#Wissenschaft
Wissensproduktion, epistemische Ordnungen und Wissenschaftskommunikation
Hier stehen Beiträge im Mittelpunkt, die untersuchen, wie „Wissen“ entsteht, verhandelt, vermittelt und legitimiert wird. Der Hashtag labeled Panels und Beiträge zur Wissenschaftskommunikation, zu Anti-Science-Narrativen, zu Vertrauen, Integrität und Gatekeeping sowie zu alternativen Wissensumgebungen und epistemischen Konflikten (z. B. postkoloniale Perspektiven auf journalistische Praxis). Ebenso versammelt sind hier Beiträge zu methodischen Innovationen der digitalen Kommunikationsforschung: Studien zu Vektorautoregression, Multiverse-Analysen, KI-gestützten Forschungsansätzen sowie experimentellen Designs markieren die Methoden-Weiterentwicklung im Fach und verdeutlichen, dass wissenschaftliche Erkenntnis selbst ein kommunikativer und reflexiver Prozess ist. Nicht zuletzt zeigen Arbeiten zu Datenvisualisierung, urbanen digitalen Wissensräumen und epistemischen Repräsentationen (z. B. Stereotype in KI-Visualisierungen) zeigen, wie die Wissensproduktion durch Medien, Algorithmen und Plattformlogiken strukturiert wird.
#Wissenschaft: Wissenschaft ist nicht nur ein System, sondern auch eine Form öffentlicher und medialer Wissensordnung.
#Kommunikation
Journalismus, mediale Praktiken und Nutzung
Der Hashtag #Kommunikation bündelt Beiträge, die journalistische und mediale Praktiken in ihren vielfältigen Ausprägungen untersuchen. Im Zentrum stehen Fragen danach, wie Kommunikation und Journalismus produziert, dargestellt, genutzt und rezipiert wird – in Redaktionen ebenso wie auf digitalen Plattformen und im medialen Alltag. Dabei werden sowohl professionelle Rollenbilder der Akteure als auch neue Formate, Darstellungslogiken und Formen individueller Professionalisierung in den Blick genommen.
Ein besonderer Fokus liegt hier wiederum auf Mediennutzung und Informationsverhalten in digitalen Umgebungen. Analysen zu Such-, Selektions- und Bewertungsprozessen zeigen, wie Menschen mit algorithmisch geprägten Informationsräumen umgehen und welche Bedeutung neuen Technologien für Medienkompetenz, Orientierung und Teilhabe zukommt.
#Kommunikation: Kommunikation ist ein zentraler sozialer Prozess und damit grundlegende Voraussetzungen gesellschaftlicher Verständigung.
#Demokratie
Politische Kommunikation, Öffentlichkeit und Aushandlung
Der Hashtag #Demokratie versammelt Beiträge zur politischen Kommunikation und zu den Bedingungen demokratischer Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt stehen hier Prozesse politischer Meinungsbildung, Mobilisierung und Konfliktaustragung sowie die Rolle von Medien, Plattformen und digitalen Technologien in diesen Aushandlungen. Analysiert werden sowohl strategische Kommunikationsformen als auch strukturelle und normative Rahmenbedingungen demokratischer Diskurse.
Gemeinsam ist den Beiträgen die Frage, wie sich demokratische Öffentlichkeit unter den Bedingungen von Plattformisierung, KI und zunehmender Polarisierung verändert. Sie untersuchen, wie politische Deutungen entstehen, wie Vertrauen und Legitimität unter Druck geraten und welche Rolle Regulierung, journalistische Vermittlung und zivilgesellschaftliche Akteure dabei spielen. Erweitert wird diese Perspektive um Bildungs- und Hochschulkontexte als spezifische Öffentlichkeiten.
#Demokratie: Demokratie ist essenzielle Grundlage für Wissenschaft und Kommunikation und die aufmerksame Beobachtung und Vermessung zentrale Aufgabe auch unseres Faches.